Jedes Video braucht eine Beschreibung, und Basecamp lässt dich dieses Feld nicht überspringen. Genau dafür ist es da.
Was die Beschreibung ist
Basecamp sagt es unmissverständlich: Diese Beschreibung ist die barrierefreie Alternative zum Video, keine Zusammenfassung. Blinden und sehbehinderten Kunden wird sie von einem Screenreader vorgelesen, statt dass sie zusehen. Sie ist die einzige Aufzeichnung von allem, was gesprochen wird.
Sie ist keine Bildunterschrift unter einem Video. Für einen Teil deiner Kunden ist sie das Video.
So schreibst du eine
Beschreibe, wie die Bewegung ausgeführt wird, nicht nur ihren Namen. Das Beispiel von Basecamp selbst setzt den Maßstab: „Stell dich hüftbreit hin, beuge dich mit neutraler Wirbelsäule aus der Hüfte nach vorn und senke das Gewicht, bis du eine Dehnung in den hinteren Oberschenkeln spürst.“
Achte darauf, was das leistet. Erst die Ausgangsposition, dann die Bewegung, dann der Hinweis, wie weit es geht. Jemand könnte sie ausführen, ohne den Clip je gesehen zu haben.
- Beginne mit der Ausgangsposition: Stand, Griff, Ausrüstung, Körperhaltung.
- Beschreibe die Bewegung der Reihe nach, so wie sie abläuft.
- Sag, woran der Kunde merkt, dass er das Ende des Bewegungsumfangs erreicht hat.
- Vermeide alles, was nur visuell funktioniert. „So wie hier“, „wie gezeigt“ und „ungefähr hier“ bedeuten vorgelesen nichts.
Warum Basecamp zu kurze Beschreibungen ablehnt
Schreib „Rumänisches Kreuzheben“, und Basecamp bittet dich, die Bewegung selbst zu beschreiben, nicht nur ihren Namen. Wer das Video nicht sehen kann, sollte trotzdem mitmachen können. Es gibt eine Mindestlänge, denn ein Name allein beschreibt gar nichts.
Das Schreiben dauert eine Minute und macht den Unterschied zwischen einem Video, das jemand nutzen kann, und einem, das er nicht nutzen kann.
Du kannst sie später korrigieren
Beschreibungen lassen sich jederzeit in deiner Videobibliothek bearbeiten, und dann gilt dieselbe Regel wie beim Hochladen. Für einen alten Clip mit einer einzeiligen Beschreibung lohnt sich der Weg zurück.
Sie hilft auch sehenden Kunden
Eine schriftliche Beschreibung lässt sich in einem lauten Studio ohne Kopfhörer lesen, sie ist durchsuchbar, wenn du den richtigen Clip suchst, und zwischen den Sätzen erneut lesbar, ohne ein Video neu zu starten.
Untertitel haben eine andere Aufgabe
Untertitel entstehen automatisch aus dem, was du sagst, und dienen Kunden, die nicht hören können. Die Beschreibung dient Kunden, die nicht sehen können. Das eine ersetzt das andere nicht. Ein stummes Video braucht trotzdem eine Beschreibung, und ein gut beschriebenes Video profitiert trotzdem davon, wenn du dazu sprichst.
Ein Clip ohne gesprochenen Ton trägt in deiner Bibliothek das Kennzeichen Kein Ton. Bei einer stummen Demonstration ist das zu erwarten und zugleich eine Erinnerung daran, dass die Beschreibung die gesamte Anleitung allein trägt. Ein Video hochladen behandelt das Sprechen während der Aufnahme, und Deine Videobibliothek verwalten behandelt die Kennzeichen.
